Google Bilder-SEO – diese 3 Faktoren solltest Du unbedingt berücksichtigen!

Über 200 Faktoren sind für das Ranking einer Website bei Google verantwortlich. Möchtest Du bei Google ganz nach Oben, sollte neben den technischen und keyword-optimierten SEO-Aspekten auch das Bilder-SEO nicht vernachlässigt werden! In diesem Beitrag zeige ich Dir wie Du Bilder optimal für Google aufbereitest um das Maximum für dein Ranking rauszuholen!

Warum ist Bilder-SEO so wichtig?

Bilder für Google zu optimieren helfen Dir zwei Fliegen mit einer Klappe zu erledigen. Bilder nehmen auf der Suchergebnisseite einen großen Platz ein. Denn Bilder werden mittlerweile auch vermehrt über die Universal-Search bei Google ausgespielt. Andererseits kann sich die Auffindbarkeit (=Sichtbarkeit) deiner Website deutlich steigern, denn Bilder wirken sich positiv auf das Nutzerverhalten aus. Bilder und Grafiken machen einen Text leichter lesbar. Bilder lockern eine Text auf und sorgen so optimalerweise für eine längere Verweildauer – und die Verweildauer zählt zu den wichtigsten Rankingfaktoren bei Google! D.h Bilder-SEO bringt viele Vorteile mit sich. Von der doppelte Ranking-Chancen und damit verbunden mehr Traffic zu idealerweise besseren Conversion-Rate.

Was genau ist Bilder-SEO?

Bilder-SEO gehört zur klassischen OnPage SEO und befasst sich mit Bilddateien. Das Ziel der Bilder-SEO ist es, mit Hilfe von Bildern oder Grafiken die Sichtbarkeit und damit das Ranking einer Website zu verbessern.

Zu den wichtigsten Schlüsselfakoren der Bilder-SEO gehören:

1) Technische Faktoren: Dateigröße, Dateiformat
2) Metadaten: Dateiname, ALT-Tag, Titel-Tag
3) Platzierung im Text (Kontext): Bildunterschrift, Bild umgebender Text

1) Technische Faktoren für Bilder-SEO

Dateigröße

Geschwindigkeit ist einer der drei wichtigsten Rankingfaktoren. Je mehr Ladezeit deine Website benötigt desto schlechter fürs Ranking. Nutzer und Webcrawler haben es eilig und warten nicht gerne. Damit eine Seite bzw. ein Bild schnell lädt, ist die Größe der Bilddatei von entscheidender Bedeutung! Je größer das Bild, desto höher wird die Ladegeschwindigkeit der gesamten Seite. Die Dateigröße (Byte) darf man jedoch nicht mit der Bildgröße (Pixel) verwechseln.

Hochauflösende Bilder sollte man unbedingt komprimieren, um die Ladezeit der Website noch weiter zu verringern. Dafür gibt es diverse und frei zugängliche Online-Tools oder auch Plugins für Content-Management-Systeme. Zudem sollten Bilder immer in der optimalen Dimension, also für die Darstellung maximalen Pixelanzahl, bereitgestellt werden. Es macht keinen Sinn, Bilder mit einer 2000px Breite einzuspielen, wenn sie auf der Website nur in einer Brate von max. 500px benötigt werden.

Dateiformate

Moderne Webbrowser sind in der Lage eine große Anzahl unterschiedlicher Formate darzustellen. Die gängigsten Bildformate sind: JPG, PNG und SVG

JPEG-Format: Das JPEG-Format ist vielseitig einsetzbar und eignet sich besonders für bunte und kontrastreiche Farbfotos.

PNG-Format: PNG-Formate eignen sich gut zur Darstellung von Logos oder auch Texten. Sie können transparente Bereiche darstellen.

SVG-Format: SVG Dateien sind sogenannte Vektor Dateien. Sie basieren auf der Auszeichungssprache XML. Mit SVG lassen sich Grafiken beschreiben, die sich ohne Qualitätsverlust skalieren lassen. SVG Dateien sind besonders für Logos oder Grafiken geeignet.

Auch wenn sich PNG, JPEG oder das SVG etabliert haben wurden in den letzten Jahren weitere Bildformate entwickelt. WebP, JPEG 2000 und JPEG XR Format sind Next-Gen-Formate. Vorteile dieser Formate ist, dass sie bei kleinerer Dateigröße die selbe Qualität bieten. Der große Nachteil dieser Formate ist die noch teilweise mangelnde Browserunterstützung. So wird das JPEG XR-Format von keinem Browser außer dem Internet Explorer unterstützt. Auch WebP wird nicht von allen Browsern unterstützt.

2) Bild-SEO durch Optimierung der Metainformationen

Ohne Metadaten im Bild kann die Suchmaschine nur schwer “erkennen”, was genau auf dem Bild zu sehen ist. Damit die Bots der Suchmaschinen die Bilder korrekt indexieren und ihre Relevanz für bestimmte Keywords beurteilen können, müssen Bilder mithilfe von Metadaten mit zusätzlichen Informationen versehen und so maschinenlesbar gemacht werden

Was der Nutzer sieht

Arkaden von Bologna

Die beeindruckenden kilometerlangen historischen Arkadenwege in Bologna

Was Google auswerten kann:
<img class=”wp-image-2577 size-full” src=”https://2punkt.at/wp-content/uploads/2019/11/bologna-arkadenweg.jpg” alt=”Arkaden von Bologna” title=”Arkadenweg in Bologna” width=”500″ height=”442″>Die beeindruckenden kilometerlangen historischen Arkadenwege in Bologna

Dateiname

Ein “sprechender” Dateiname hilft Google dabei, den Inhalt eines Bildes besser zu erfassen. Der Inhalt spielt eine wichtige Rolle für das spätere Ranking in der Bildersuche. Deswegen sollte der Name genau das repräsentieren, was auf dem Bild zu sehen ist. Zugleich wird das Bild mit dem Dateinamen in den Gesamtkontext einer Webseite gestellt. Dadurch bietet der Name für Google & Co eine wichtige Orientierung, um das Thema der gesamten Webseite zu erfassen.

Alt-Tag

Der Alt-Tag (für “Alternativer Tag”) wird von Suchmaschinen verwendet, falls Bilder oder Grafiken einmal nicht angezeigt werden. Demnach sollte das Alt-Attribut genau den Inhalt des Bildes wiedergeben. Im Hinblick auf die Suchmaschinenoptimierung ist das Alt-Tag eines der wichtigsten Elemente. Suchmaschinen erkennen damit den Inhalt des Bildes und es sollte daher mit dem Haupt-Keyword versehen werden. Der Alt-Tag ist auch aus Usability Sicht unverzichtbar. Der Alt-Tag ermöglicht Screenreadern bzw. Voicebrowsern den Informationsgehalt des Bildes vorzulesen und so sehbehinderte Menschen den barrierefreien Zugang zu allen Inhalten zu ermöglichen. Und nebenbei wird Barrierefreiheit von Google auch belohnt.

Title-Tag

Der Title-Tag eines Bildes, ist der Titel der angezeigt wird, wenn man mit dem Mauszeiger auf dem Bild stehenbleibt. Der Bildtitel sollte ebenso wie der Alt-Tag mit einem relevanten Keyword ausgestattet werden. Das ist jedoch weniger ein wichtiger SEO-Faktor, als das er primär die Nutzerfreundlichkeit verbessert.

3) Kontext

Für das Ranking einzelner Bilder, ist der um das Bild befindlicher Inhalt wichtig. Entweder in der Bildunterschrift oder im Absatz vor oder nach dem Bild sollte dein Keyword vorkommen.

Bildunterschrift

Die Bildunterschrift stellt dem Bild am nächsten liegenden Text dar. Dieser Text hat einen großen Einfluss auf die Relevanz-Bewertung durch Google, weil er entsprechende Bildinformationen weitergibt. Hier bietet sich natürlich die Verwendung eines Keywords an, um Google den Bezug zum Text zu erleichtern

Bild-umgebender Text

Auch den Fließtext rund um das Bild und die Überschrift des Absatzes sollte man in seiner Bedeutung nicht unterschätzen. Du solltest genau überlegen, wo auf der Website Du welche Bilder einbaust. Texte und Struktur der Bildumgebung, werden von Suchmaschinen in die Bewertung miteinbezogen. Das sind:

  • der erste Absatz vor und nach dem Bild,
  • der Text direkt daneben (Fließtext um Bild)
  • die Überschrift des Abschnitts, in dem das Bild vorkommt.
  • Je näher der Text am Bild steht, desto besser sollte er thematisch dazu passen.

Passen die zuvor beachteten Hinweise zum Inhalt des Textes und der weiteren Seite, freut sich nicht nur der User, sondern auch die Suchmaschine 🙂

Markups

Um Suchmaschinen das Crawlen und das Verständnis eines Bildes zu erleichtern können Markups eingesetzt werden. Markups, wie z.B. schema.org zeichnen Inhalte mit strukturierten Daten aus. Strukturierte Daten erlauben es Suchmaschinen die Inhalte deiner Website besser zu interpretieren und anders auszuspielen.

Zukunftsaussicht: Machine Learning

Metadaten und der Kontext der Einbindung sind natürlich nicht die einzigen Informationen die Google verwendet. Machine Learning und KI (Künstliche Intelligenz) ermöglichen es, dass Google zu einem Stück weit selbst erkennt, was sich auf dem Bild befindet.

Wie weit das schon möglich ist kannst du selbst ausprobieren. Mithilfe der Cloud-Vision-API kann man testen, wie viel Google eigentlich von dem versteht, was sich auf einem Bild befindet. Ich habe das mal ausprobiert und war ehrlich gesagt schon ein wenig erstaunt wie gut das funktioniert. Ich habe ein Bild von mir hochgeladen, dass mich beim Mountainbiken zeigt. Recht klein im linken unteren Eck ist mein Bike zu sehen.

Die Ergebnisse ist schon schon recht gut – oder?

Text im Bild –wertet Google das aus?

Technisch gesehen ist es kein Problem, Text aus Bildern oder Videos herauszulesen. Beispielsweise in Googles Übersetzer-App funktioniert das wunderbar. Tests haben gezeigt, dass Google tatsächlich Texte aus Bildern extrahiert und somit auswerten kann und auch tut. Die Frage ist nur, ob Google das in großem Maßstab für die Bildersuche macht. Ich würde mich nicht darauf verlassen und wichtige Informationen nur als Bild darzustellen!

Fazit

Aus den Aufführungen zuvor ist es leicht nachvollziehbar, warum die Optimierung von Bildern im SEO, für deine Webseite von großer Bedeutung ist. Noch dazu ist Bilder-SEO vergleichsweise rasch und einfach zu erledigen. Ein wichtiger Aspekt ist die Dateigröße und die damit verbundenen Ladezeit des Bildes und der gesamten Webseite. Diese wirken sich stark auf die Nutzersignale aus, welche eine wichtiger Rankingfaktor für Google sind. Achte darauf, jedem deiner Bilder einen SEO-gerechten Namen, einen sinnvollen Alt-Tag und Title-Tag zu geben. Zu guter Letzt binde deine Bilder sinnvoll in den Inhalt ein. Auf diese Art kannst du das große Potenzial der Google-Bildersuche nutzen, wo sich für dich dank geringeren Konkurrenz ausgezeichnete Ranking-Chancen ergeben.

Von | 2019-11-29T09:44:11+01:00 29. November, 2019|Kategorien: SEO|0 Kommentare

Über den Autor:

Ich beitreibe Online Marketing seit über 15 Jahren. Mit meiner Agentur 2Punkt unterstütze ich seit 2008 Unternehmen in ihren Online-Marketing Aktivitäten. Mein Online Marketing Ansatz ist vor allem nachhaltige. Um Ihren Erfolg im Internet zu steigern fokusiere ich gesamtheitliche auf SEO, SEA, Social Media, Webdesign und andere relvanten Online Themen.

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