4 Dinge die Du über den Instagram-Algorithmus wissen solltest

Seit über einem Jahr gibt es nun den “neuen” Instagram Algorithmus – und viele hassen ihn noch immer. Die Bilder und Videos werden nach Relevanz angezeigt und nicht mehr in einer chronologischen Reihenfolge.

Aber eines ist klar: Der Algorithmus ist gekommen, um zu bleiben. Als Marketer macht es keinen Sinn gegen den Algorithmus zu arbeiten, viel wichtiger ist es ihn zu verstehen! In diesem Post zeig ich euch wie er funktioniert und wie er die Performance eurer Beiträge beeinflusst und wie ihr ihn für euch nutzen könnt!

#Relevanz deines Postings

Ob dein Posting relevant genug ist um weit vorn in der Timeline deiner Follower angezeigt zu werden, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Hier die wichtigste, die auch von Instagram selbst genannt werden.

Engagement

In erster Linie ist das Engagement, das ein Post erzeugt, entscheidend für seine Relevanz. Bekommt dein Posting viele Likes, Views oder Kommentare, signalisiert das dem Algorithmus, dass dein Beitrag für viele deiner Follower relevant ist. Somit wird er dann in deren Feed vorangestellt.

Neben der reinen Anzahl an Likes ist auch entscheidend, wie schnell der Post Engagement erzeugt. Sehr gut erkennt man diesen Effekt bei trendigen Instagram Hashtags. Hier steigert sich das Engagement binnen Sekunden massiv! Dieses Signal ist für den Algorithmus sogar noch stärker als das der Anzahl.

Verweildauer

Meistens nutzen wir Instagram scrollend. D.h. wir scrollen durch die Timeline, bis ein Beitrag unser Interesse erweckt und wir mit dem Scrollen aufhören um den Beitrag anzuschauen. Diese Interaktionszeit misst Instagram und deutet die Verweildauer auf dem Post als weiteres Zeichen für Relevanz.

Um die Interaktionszeit zu erhöhen benötigst du also Inhalt der aus der Menge hervorsticht. Dabei ist nicht nur das Bildmaterial gemeint, sondern auch eine “eindrucksvolle” Bildbeschreibung. Das führt dazu, dass Nutzer länger mit deinem Inhalt interagieren und sogar auf den “Mehr ansehen”-Button klicken- was wiederum als positives Signal an den Algorithmus gesendet wird! Das ist auch ein Grund warum Videos oder auch Slideshows tendenziell besser auf Instagram funktionieren! Der Nutzer benötigt einfach mehr Zeit sich den Inhalt anzusehen.

Freunde, Familie und deine Favorites

Der Instagram Algorithmus ist sehr “smart”. Wenn du Dir regelmäßig Inhalte eines speziellen Accounts ansiehst, dann ist das für Instagram ein deutliches Signal, dass dieser Account wichtig für Dich ist. Daraus resultiert, dass du in deiner Timeline mehr von diesem Account sehe wirst auch wenn dieser Account eigentlich selbst keine allgemein hohe Relevanz hat. Das gilt natürlich auch umgekehrt für deinen Account und deine Posts.

Aktualität deines Postings

Ein weiterer Faktor im Algorithmus ist die “Aktualität” eines Posts. Im Allgemeinen wirst du aktuellere Post sehen als Beiträge die schon eine Woche alt sind! das stimmt in vielen Fällen vor allem für regelmäßige Instagram-Nutzer. Wenn du Instagram z.b. nur ein- zweimal pro Woche nutzt wirst du Beiträge angezeigt bekommen, die einige Tage alt sein können. Das hat damit zu tun, dass Dir der Algorithmus, für dich Wichtiges, vorenthalten möchte. Durch den neuen Algorithmus ist die “Lebenszeit” eine Postings viel länger. Deshalb bekommst auch Likes auf Bilder die du vor einigen Tagen gepostet hast!

Art des Inhalts

Wäre Engagement nur der einzige Instagram-Faktor, wir alle würden den selben Inhalt sehen! Glücklicherweise ist das nicht so. Denn der Art des Contents, welchen du bevorzugt ansiehst, spielt in deiner Timeline, eine wichtige Rolle.
Je mehr du mit einer Sorte von Content interagierst, desto mehr davon wird der Algorithmus dir in Zukunft anzeigen. Das bedeutet: Likest du häufiger z.b. Fussballcontent oder Inhalte eines bestimmten Accounts, desto mehr siehst du solche oder ähnliche Inhalte in deiner Timeline. Hier unterscheidet sich Instagram nicht viel von der großen Mutter Facebook. Die Gefahr einer “Filterblase” ist bei allen interessenbasierten Algorithmen gegeben.

Dein Suchverlauf

Klingt sehr trivial, ist aber ein weitere wichtiger Faktor. Der Instagram Algorithmus berücksichtigt deinen Suchverlauf. Suchst du nach einem Account, ist das für Instagram ein Zeichen, dass Du Inhalt von diesem Account sehen möchtest. Deshalb wird dir mehr Inhalt dieses Account in deiner Timeline angezeigt!

#Optimiere deine Posts für den Algorithmus

In der Anfangszeit von Instagram war es viel einfacher ein Maximum an Engagement zu erreichen. Regelmäßiges posten hat schon genügt und du konntest davon ausgehen, dass deine Inhalte fast von allein Interaktionen generieren. Das ist heute nicht mehr so. Wenn du als Social Media Manager dauerhaften Erfolg auf Instagram haben möchtest stehst du vor vielen Herausforderungen

  • Sind Bildunterschrift und Call-to-Actions (CTA) überzeugend?
  • Welche Hashtags soll man verwenden?
  • Bester Zeitpunkt für ein Posting?
  • Ist dein Instagram-Feed in seiner Gesamtheit stimmig?

@localwanderer

Es hat sich viel verändert, vor allem was die Nutzung von Instagram betrifft. Vor gar nicht langer Zeit wurde Instagram überwiegend verwendet, um schöne Bilder talentierter Fotografen, Foodporn, Fashiontrends anzusehen oder Insights von unseren Lieblingsstars zu erfahren. Heute nutzen viele Instagram ganz gezielt in ihrem Kaufentscheidungsprozess. Eine aktuelle Studie kommt zum Schluss, dass sich 78% der Nutzer, durch die Social Media Aktivitäten der Unternehmen, in ihrer Kaufentscheidung, beeinflussen lassen. Daher wird es für Unternehmen immer wichtiger, nicht nur Reichweite zu generieren, sondern auch Umsätze und Leads.

#Follower erreichen trotz neuem Algorithmus

Ähnlich wie bei Facebook, nimmt die organische Reichweite weiter ab. Jetzt stellt sich die Frage: Wie kann ich meine Follower dennoch erreichen und worauf kommt es an?

1) Zum richtigen Zeitpunkt posten

Altbekannt aber von Instagram-Neuligen immer wieder vergessen: Poste dann wenn dein Publikum online ist. Sind deine Follower online, besteht eine viel höhere Wahrscheinlichkeit, dass dein Post sie erreicht und sie dann damit interagieren. Damit steigerst du die Engagementrate deines Postings. Und hohes Engagement signalisiert dem Algorithmus bekanntermaßen, dass dein Beitrag relevant ist.

Die besten Uhrzeit kannst du am einfachsten herausfinden, wenn du deinen Account auf Business-Profil umgestellt hast. Oder du verwendest spezielle Apps, die dir zeigen wann die besten Zeitpunkt für deine Posts sind. Für iOS kann ich WhenToPost empfehlen. Eine ähnliche App gibt es auch für Android-User: WhenToGram Oder du verwendest Tools wie Buffer oder Later, die eine entsprechende Funktion in ihrer Plattform integriert haben.

2) CTA hinzufügen

Interaktion und Verweildauer gehören zu den wichtigsten Signalen im Instagram Algorithmus wenn es datum geht, dass dein Post, ganz weit oben in der Timeline erscheint. Mit einer starken Call-to-Action (=CTA) kannst du im besten Fall die User dazu bringen den Text komplett aufklappen, dein Posting zu liken und zu kommentieren. Stelle Fragen, fordere die Nutzer aktiv auf ihre Meinung zu sagen und binde sie so in dein Posting ein. Aber auch die “Tag-a-Friend” Strategie kann erfolgreich sein!

@bjoerntantau

@oreo

3) Hashtag-Strategie

Eine durchdachte Hashtrag-Strategie ist essentiell für jede Marketingkampagne auf Instagram. Ebenso sollte es zur Top-Priorität jedes Unternehmens zählen, mittels optimaler Hashtag-Strategie, ein Maximum an Engagement auf Instagram zu erzielen. Ob du nun Verfechter der maximalen verwendbaren Anzahl bist (max. 30 Hashtags pro Beitrag) oder nur wenige verwendest ist primär nicht wichtig. Wichtig ist, dass du letzten Endes die beste Performance erzielst.

@winefolly

Grundsätzlich aber lässt sich sagen, dass du die beliebtesten Hashtags deiner Community finden und mit ihren Beiträgen interagieren solltest. D.h. finde jene Beiträge, die innerhalb deiner Community eine sehr gute Performance haben. Like und kommentiere diese, sodass du eine Verbindung mit der Community aufbauen kannst. Einen sehr ausführlichen Artikel zum Thema Hashtag hat Hootsuite vor einiger Zeit in seinem Blog veröffentlicht.

#Interaktion ist nicht gleich Interaktion

Likes, Views, Kommentare oder Shares jeder dieser Interaktionen ist wichtig. Aber sind sie auch gleich in ihrer Wertigkeit für die Relevanz? Nein! Die verschiedenen Möglichkeiten zu interagieren werden vom Algorithmus unterschiedlich gewichtet. Einen Beitrag zu liken, das geht schnell. Der Zeitaufwand dafür hält sich in Grenzen. Ungleich schwieriger, weil mit Mehraufwand für den Nutzer verbunden, ist es einen Kommentar zu erhalten. Auch dass ein User deinen Post mit anderen Usern per Privatnachricht teilt, kommt seltener vor als ein einfacher Doppelklick aufs Foto oder Video. In anderen Worten: Kommentare und Shares sind ein besserer Indikator für “wirklichen” Engagement als Likes. Entsprechend solltest du deinen Content darauf ausrichten, dass User ihn kommentieren oder teilen.

Von | 2018-02-02T15:25:06+00:00 28. September, 2017|Kategorien: Instagram, Social Media|1 Kommentar

Über den Autor:

Ich beitreibe Online Marketing seit über 15 Jahren. Mit meiner Agentur 2Punkt unterstütze ich seit 2008 Unternehmen in ihren Online-Marketing Aktivitäten. Mein Online Marketing Ansatz ist vor allem nachhaltige. Um Ihren Erfolg im Internet zu steigern fokusiere ich gesamtheitliche auf SEO, SEA, Social Media, Webdesign und andere relvanten Online Themen.

Ein Kommentar

  1. Peter 29. Mai 2018 um 19:31 Uhr - Antworten

    Hello

    Ich glaube auch, dass man regelmässig posten muss, um seine Reichweite zu vergrössern. Das Problem ist doch aber, dass wir an gewissen Tagen einfach nicht die Zeit haben, um zu posten.
    Deshalb benutze ich Tools, mit denen ich meine Instagram-Bilder planen kann. Mittlerweile gibt es sehr viel davon. Ich benutze oft later.com. Hier sonst eine Anleitung: https://einfachmal.ch/erfolgreich_reiseblog_wanderblog/instagramfotos-planen-und-automatisch-posten/

Hinterlassen Sie einen Kommentar